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Kognitive Verhaltenstherapie

korridor

 

 

1   Gegenbewegung zur behavioristischen Psychologie

 

Die kognitive Verhaltenstherapie ist eine spezielle Form der Verhaltenstherapie, die sich in den 1960er Jahren aus einer Gegenbewegung zur behavioristischen Psychologie entwickelte.

Der Behaviorismus untersucht und erklärt das Verhalten von Menschen und Tieren mit naturwissenschaftlichen Methoden – also ohne Introspektion oder Einfühlung. Der Behaviorismus wurde in den 1950er Jahren vor allem von Burrhus Frederic Skinner gleichermaßen popularisiert wie radikalisiert.

Als Begründer der kognitiven Therapien gelten die Amerikaner Aaron T. Beck und Albert Ellis (Rational Emotive Verhaltenstherapie).

 


 

2   Kognitionen

 

Kognitionen umfassen Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Art und Weise, wie wir denken, bestimmt, wie wir uns fühlen und verhalten und wie wir körperlich reagieren.

 

Schwerpunkte der Therapie sind:

    1. die Bewusstmachung von Kognitionen
    2. die Überprüfung von Kognitionen und Schlussfolgerungen auf ihre Angemessenheit
    3. die Korrektur von irrationalen Einstellungen
    4. Transfer der korrigierten Einstellungen ins konkrete Verhalten

 


 

3   Untersuchung der Wahrnehmungsprozesse

 

Bei der den kognitiven Therapieverfahren stehen also die Prozesse des Wahrnehmens, Erkennens, Begreifens, Urteilens und Schließens im Mittelpunkt. Die Gestaltung dieses Wahrnehmungsprozesses wird untersucht. Nicht die objektive Realität, sondern die subjektive Sicht der Dinge, also die Wahrnehmungsselektion und die Wahrnehmungsbewertung, sind entscheidend für das Verhalten. Affekt und Verhalten sind weitgehend von der Art bestimmt, wie der Mensch die Welt strukturiert.

 


 

4   Therapeutische Techniken

 

In der therapeutischen Arbeit kommen folgende Techniken zum Einsatz:

    1. Sammeln und Aufzeichnen automatischer Gedanken
    2. Zweispaltentechnik: Argumentieren gegen automatische Gedanken
    3. Erkennen von Mustern kognitiver Verzerrungen
    4. Realitätstesten: Testen der Kognitionen
    5. Umattribution: Trennung der Verantwortlichkeiten
    6. Entkatastrophisieren
    7. Aufbau angemessener Erwartungen