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Psychodynamische Psychotherapie

dynamik

 

 

1   Bedeutung unbewusster Prozesse

 

Unter der Bezeichnung Psychodynamische Psychotherapie werden heute alle psychotherapeutischen Verfahren zusammengefasst, die den unbewusst ablaufenden Prozessen eine wichtige Bedeutung für das menschliche Erleben und Verhalten sowie für die Entstehung und Chronifizierung bestimmter seelischer Erkrankungen beimessen. Neuere therapeutische Ansätze mit psychodynamischem bzw. tiefenpsychologischem Hintergrund sind u.a. die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) nach Luise Reddemann.

 


 

2    Fokussierung oder freie Assoziation

 

Die Psychodynamische Psychotherapie gründet auf der Psychoanalyse und ihren Weiterentwicklungen. Die Behandlungsprinzipien bestehen in einer Bearbeitung lebensgeschichtlich begründeter unbewusster Konflikte und krankheitswertiger psychischer Störungen in einer therapeutischen Beziehung unter besonderer Berücksichtigung von Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand. Dabei wird je nach Verfahren stärker im Hier und Jetzt oder im Dort und Damals gearbeitet, die Stundeninhalte sind je nach Verfahren strukturierter (Technik: Fokussierung) oder unstrukturierter (Technik: freie Assoziation), und der Therapeut greift jeweils auf eine stärker aktive oder eher zurückhaltendere Interventionstechnik zurück.